Psychosomatisch – Psychotherapeutische PraxisgemeinschaftDiplom Psychologin Irene Weyland
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Dipl. Psych. Irene Weyland:
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Dr. med. Peter Weyland:
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Affektive Störung |
Unter dem Begriff "Affektive Störungen" (affektive Psychosen) werden die Erkrankungsformen der endogenen Depression und der Manie zusammengefaßt. Unter Depression ist ein Gefühlszustand zu verstehen, der durch große Traurigkeit und Besorgnis gekennzeichnet ist. Der Betroffene fühlt sich wertlos, schuldig und zieht sich von anderen zurück. Weitere Anzeichen einer endogenen Depression sind Schlafstörungen, Mangel an Appetit und sexuellem Interesse sowie eine Antriebs- und Interesselosigkeit. Die Manie dagegen ist gekennzeichnet durch verstärkten Antrieb, Hochgestimmtheit und überschießende Phantasie, die den Betroffenen oft zu irrationalem Handeln verführt, was auch als eine Folge der mangelnden Impulskontrolle zu verstehen ist. |
Neurotische Störung |
Diese Krankheitsgruppe bildet keine Einheit sondern ist eher eine Sammelbegriff für all jene Erkrankungen, bei denen frühere Erfahrungen das Erleben des Menschen so nachhaltig prägen, dass sowohl die Wahrnehmungen des gegenwärtigen Geschehens, vor allem die Wahrnehmung der gegenwärtigen Beziehungen deutlich eingeschränkt sind, weil von den Personen der Gegenwart zwangsläufig die gleichen Verhaltensweisen erwartet werden, wie von den früheren wesentlichen Beziehungspersonen. Dadurch wird es sehr schwer, gegenwärtige Situationen richtig zu verstehen, vor allem aber fast unmöglich, sich sinnvoll und wirkungsvoll in diesen missdeuteten Situationen zu verhalten. Die Folge sind eine Vielzahl "neurotischer Störungen", die als Versuch zu verstehen sind, mit dieser Schwierigkeit fertig zu werden, Meist entwickelt man dann eine undefinierbare Angst, manchmal auch ständige Gereiztheit, Depressionen mit Antriebslosigkeit, Verlust der Lebensperspektive etc. Vor allem aber leidet man unter großen Schwierigkeiten in den Beziehungen zu seinen Mitmenschen.Die klassischen Neurosen wie Depression, Angstneurose, Hysterie und Zangsneurose bildeten schon bald die Domäne der Psychotherapie, wobei die früheren Konkurrenzkämpfe zwischen Verhaltenstherapie und den tiefenpsycholoigschen Verfahren allmählich einer Differentialindikation weichen, d.h., man führt erst einmal eine sorgfältige Diagnose durch und überlegt dann, gemeinsam mit dem Patienten, welche Therapie die geeignete ist. |
Belastungsstörung |
Die derzeit bekannteste Erkrankung in diesem Bereich ist die posttraumatische Belastungsstörung, die mit modernen psychotherapeutischen Verfahren behandelt wird. Hier kommen vor allem imaginative Verfahren und immer häufiger auch EMDR zur Anwendung.
Natürlich gibt es aber auch eine Reihe weiterer schwerer Belastungen, die zu erheblichen Beschwerden, z.B. Schlafstörungen, vielfältige körperliche Störungen, Angst und Depressionen führen. Dabei handelt es sich dann nicht um neurotische Erkrankungen im eigentlichen Sinne sondern um Reaktionen auf schwere Belastungen. Die Behandlung unterscheidet sich deshalb auch vom Vorgehen bei klassischen Neurosen, ist sehr viel stärker situationsbezogen und richtet sich auf die Bewältigung der konkreten Problematik.
Typisch für solche Belastungen sind neben schweren Unfällen, Gewalterfahrungen und Missbrauch auch schwere körperliche Erkrankungen wie Krebs, M.S., oder der Verlust naher Angehöriger, Krisen in Familie und Beruf und leider in zunehmendem Maße auch Mobbing.
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Verhaltensstörung |
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Persönlichkeitsstörung |
Dieser Begriff beinhaltet ein weites Spektrum sehr unterschiedlicher Erkrankungen, die alle von tiefgehenden Störungen in der Persönlichkeit gekennzeichnet sind. Bekannt sind etwa die narzisstische Störung (schwerwiegende Selbstzweifel und Selbstunsicherheit), die Borderlinestörung (Unsicherheit in der Beurteilung der sozialen Realität, der eigenen Möglichkeiten und Grenzen, etc.), manche Süchte, pathologische Erlebens- und Verhaltensweisen in sozialen Beziehungen etc. Zuweilen leidet die Umgebung mehr unter den Störungen als der Patient selbst, was eine Behandlung sehr schwierig machen kann. Dennoch besteht eine dringende Indikation zur Behandlung, die manchmal viele Jahre dauern kann und eine sehr vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zwischen Patient und Therapeut voraussetzt. Deshalb ist es manchmal sinnvoll, sorgfältig zu suchen und sich erst dann auf eine langfristige Behandlung einzulassen, wenn die "Wellenlänge" stimmt. Häufig ist auch eine Kombination mit medikamentöser Behandlung notwendig, dann, wenn die Intensität der Gefühle quälend wird oder die Heftigkeit der Impulse es schwer macht, sein Verhalten noch sinnvoll zu steuern. |
somatoforme/funktionelle Störungen |
Bei somatoformen/funktionellen Störungen zeigen sich Krankheitssymptome vor allem in folgenden Organsystemen: |
Psychosomatische Erkrankungen |
Diese Krankheitsgruppe ist schwer zu definieren. Früher meinte man damit eine Gruppe spezieller Erkrankungen, z.B. Magengeschwür, Migräne, rheumatische Beschwerden, Allergien etc. ( die sieben heiligen Kühe), deren Ursachen man in der Psyche suchte, heute geht man von einem wesentlich weiterem Krankheitsverständnis aus und schränkt den Begriff nicht mehr auf die typischen "psychosomatischen" Krankheiten ein. Vielmehr setzt sich allmählich ein ganzheitliches Krankheitsverständnis durch, dergestalt, dass nicht mehr "Krankheiten" behandelt sondern "Kranke", die an Leib und Seele leiden, natürlich mit sehr unterschiedlicher Gewichtung. so betrachtet spielt die Psyche immer mehr oder weniger mit, zuweilen in einem Ausmaß, dass Heilung nur möglich ist, wenn auch die Psyche behandelt wir. Typisch wäre etwa eine Asthma-Erkrankung, die zweifellos eine körperliche Erkrankung ist, aber auch durch seelische Belastungen ausgelöst werden kann. Für den Patienten ist es deshalb außerordentlich wichtig, sein Leben so zu führen, dass er seelische Belastungen voraussehen und sich darauf sinnvoll einrichten kann. So erwirbt er eine gewisse "Stressresistenz" und die Anfälle werden deutlich weniger. Ähnliches gilt für viele Erkrankungen, die entweder selbst eine schwere seelische Belastung darstellen oder durch seelische Belastung ausgelöst, zuweilen auch verstärkt werden. Psychosomatische Medizin beinhaltet deshalb immer beides, die körperliche Behandlung (meist beim Hausarzt) und die Psychotherapie (beim Therapeuten) und setzt eine gute Zusammenarbeit von allen Beteiligten voraus. Leider gibt es bei vielen Patienten und Therapeuten noch häufig die Vorstellung, man könne alleine durch Psychotherapie organische Erkrankungen heilen. Das mag in Einzelfällen möglich sein, sinnvoller aber ist es, von der Gleichzeitigkeit von körperlicher und seelischer Reaktion auszugehen, auch wenn mal deutlich das körperliche, mal das seelische Geschehen im Vordergrund steht. Der ganze Mensch ist krank und wird am ehesten gesund, wenn alle Aspekte seines Leidens bei der Behandlung berücksichtigt werden. |
Psycho-Traumatologie |
Die häufigsten Traumafolgen, mit den en wir in der Praxis konfrontiert werden sind die Folgen schwerer Unfälle, die Erschütterung durch eine schwere Krankheit, den Verlust eines nahen Angehörigen, aber auch die Folgen von Vergewaltigung, Raub und anderen Folgen grausamer Gewalt. Immer häufiger |
Psycho-Onkologie |
Psychoonkolgie ist nicht der Versuch, Krebs mit Psychotherapie zu heilen, es handelt sich auch nicht um die Behandlung von neurotischen Erkrankungen. Psychoonkologie ist die psychotherapeutische Behandlung von Krebskranken, die bei der Bewältigung ihrer Erkrankung in Schwierigkeiten geraten. Heute können viele Krebsarten geheilt oder zumindest so weit in Schach gehalten werden, dass man noch viele Jahre lebt. Diese Zeit ist aber häufig von ständiger Angst oder den Folgen der Behandlung (Bestrahlung, Chemotherapie) überschattet, so dass es schwer fällt, eine angemessen Bewältigungsstrategie zu finden, die das Leben auch noch lebenswert und schön macht. Dabei soll die Psychoonkologie helfen. Gegenstand der Therapie ist dabei meist die Bewältigung der Angst, die Trauer um die mit der Krankheit verbundenen Einschränkungen, die Auseinandersetzung mit Leiden und Sterben und immer wieder auch die Frage nach dem Sinn des Leidens, des Lebens, des Sterbens, so dass dabei immer wieder auch Grenzbereiche berührt werden.
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Einzel- und Teamsupervision |
Hier geht es natürlich nicht um Behandlung von Krankheiten sondern um Supervision, ursprünglich von Behandlerteams, z.B. Stationsteams im Krankenhaus etc. jetzt aber auch von Teams in Betrieben, Institutionen etc. Dabei kommen die Methoden der tiefenpsychologischen Gruppentherapie zur Anwendung. Typische Gruppenphänomene bilden sich in allen Teams ab und können funktional sehr günstige Wirkungen auf Kooperation und Solidarität in der Gruppe haben, aber auch durchaus dysfunktional wirken und die Effektivität der Gruppe lähmen, einzelne zu Sündenböcken machen oder durch falsche Rücksichtnahme manche notwendige Kritik und klärende Gespräche verhindern. |
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